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Was ist Fruktose-Intoleranz?

Fruktose-Intoleranz: Der Körper braucht Vitamine

Die betroffenen Patienten laufen jahrelang von einem Arzt zum nächsten und haben einen enormen Leidensweg hinter sich. Bis endlich eine Diagnose steht: Fruktose-Intoleranz. Das bedeutet, dass der Körper Fruchtzucker nicht vertragen kann. Die Beschwerden sind bei allen Patienten gleich, allerdings nicht gleich stark ausgeprägt.

Typische Symptome

Schon kurz nach dem Verzehr von frischem oder getrocknetem Obst, stark fruchtzuckerhaltigen Gemüsesorten oder auch nach dem Genuss von Fruchtsäften sprechen die Symptome eine eindeutige Sprache. Blähungen und Durchfall sind meist die Folge, aber auch Übelkeit bis hin zum Erbrechen. Die Betroffenen müssen erst einmal herausfinden, was nicht stimmt. Und das kann unter Umständen Jahre dauern. Steht die Diagnose erst einmal fest, lernen sie in der Regel recht gut, mit der Unverträglichkeit zu leben.

Allerdings verbringen sie die ersten Monate nach einer festgestellten Intoleranz in der Regel erst einmal mit sehr viel bewussterem Einkaufen. Hersteller von Lebensmitteln sind verpflichtet, die Inhaltsstoffe anzugeben. Wer an einer Fruktose-Intoleranz leidet, muss nun erst einmal lernen, dass diese nicht nur in frischem Obst oder Säften enthalten ist. Manchmal versteckt sie sich sogar in Lebensmitteln, in welchen man sie nicht vermuten würde. Somit müssen die Herstellerangaben nun viel genauer studiert werden. Limonaden, Backwaren und Eissorten – viele Nahrungsmittel werden mit Fruchtzucker gesüßt.fruktose intoleranz was ist das

Mangelerscheinungen drohen

Natürlich wissen auch Menschen mit einer Laktose-Intoleranz, dass sie Vitamine und Mineralstoffe benötigen wie jeder andere auch. Doch was tun, wenn man all das, was als zuverlässiger Vitaminlieferant gilt, nicht verträgt? Eine wichtige Alternative stellt Gemüse dar. Wer Obst nicht verträgt, sollte also ersatzhalber mehr Gemüse essen. Das wird aber in der Regel nicht ausreichen, um den Körper mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen.

Bevor man nun damit beginnt, wochenweise mal das eine, dann das andere Vitamin wie eine Kur zu sich zu nehmen oder mehrere Vitamine einzeln und in Tablettenform zu sich zu nehmen, empfiehlt sich ein Vitaminkomplex. Eine einzige Tablette pro Tag muss eingenommen werden, um den Vitamin- und Mineralstoffbedarf eines erwachsenen Menschen zu decken. In einigen Fällen empfehlen sich sogar zwei Tabletten täglich, am besten morgens und abends eingenommen. Auf diesem Weg können Mangelerscheinungen vorgebeugt werden. Sind bereits Mangelerscheinungen aufgetreten, sollte man unbedingt mit seinem behandelnden Arzt sprechen.

Bleibt die Fruktose-Intoleranz für immer?

Die Intoleranz gegenüber einem Nahrungsmittel verschwindet nicht einfach so wieder, wie sie gekommen ist. In der Regel hat sich eine Intoleranz über Jahre entwickelt und das kann unterschiedliche Ursachen haben. Wer diese Diagnose erhält, sollte zunächst einmal vollständig auf alle Lebensmittel verzichten, in denen Fruktuse enthalten ist. Und das am besten für ein paar Monate. Nach monatelanger Abstinenz kann man ruhig einmal einen Versuch wagen, am besten an einem Tag, an dem man das Haus nicht verlassen muss. Ein kleines Stückchen Obst, ein halber Apfel vielleicht. Kommt es zu keinen Symptomen, wird diese Obstmenge scheinbar gut vertragen.

Wenn ein halber Apfel auch am nächsten Tag gut vertragen wird, könnte das unter Umständen bedeuten, dass man in der Zukunft doch wenigstens wieder ein bisschen Obst genießen kann – es schmeckt ja auch, von den Vitaminen ganz abgesehen. Eine Fruktose-Intoleranz wird den Patienten lebenslang begleiten. Bei manchen Menschen ist es aber möglich, dass sie nach einigen Monaten der totalen Abstinenz wieder kleine Mengen an Fruchtzucker vertragen, ohne lästige Symptome zu verspüren. Andere wiederum können bei dieser Diagnose nie wieder auch nur kleinste Mengen an Fruchtzucker zu sich nehmen, ohne dass die ganze Palette der Symptome ausgelöst wird.

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