fruchtzucker intoleranz infos

Was ist Fruchtzucker Intoleranz?

Infos zu Fruchtzucker Intoleranz

Wir leben in einer aufgeklärten Zeit. Trotzdem haben es Menschen mit Nahrungsmittel-Intoleranzen nicht leicht. Wohl dem, der wenigstens weiß, was er nicht verträgt. Denn somit kann man den Verzehr wenigstens vermeiden und damit die leidvollen Symptome ausschalten.

Manchmal ein jahrelanger Leidensweg

Das Teuflische an einer Nahrungsmittel-Intoleranz ist, dass sie sich, sofern sie nicht von Geburt an besteht, meist schleichend einstellt. Die Symptomatik ist dann noch relativ erträglich, wenn auch unangenehm. Bei einer Fruktose-Intoleranz leiden die Betroffenen meist relativ schnell nach dem Verzehr von Obst oder fruchtzuckerhaltigen Nahrungsmitteln an Blähungen, Durchfall, Übelkeit bis hin zum Erbrechen. Es dauert Stunden, bis die Symptome wieder verschwinden.was ist eine fruchtzucker intoleranz

Das Teuflische ist, dass es überdies oft noch Monate oder sogar mehrere Jahre dauert. Erst dann bekommen die Betroffenen oft eine richtige Diagnose. Die meisten Ärzte tippen recht schnell auf Nahrungsmittel-Intoleranzen. Es gibt aber noch immer Ärzte, die behaupten, so etwas gäbe es nicht. Patienten werden dann schnell zu Simulanten gemacht. Die Symptome verstärken sich im Laufe der Zeit nicht unbedingt, wohl aber die Reaktion des Körpers auf die zugeführte Menge an Fruchtzucker.

Wer zu Anfang der Intoleranz die Symptome vielleicht erst nach einer großen Menge Obst zu spüren bekam, kann nach einer gewissen Zeit nicht einmal einen Müsli-Riegel essen. Viele Nahrungsmittel sind mit Fruchtzucker gesüßt und so nehmen Menschen viel mehr Fruchtzucker auf als sie glauben. Denn man vermutet ihn ja grundsätzlich nur in Obst. Wer von keiner Intoleranz betroffen ist, kann sich den Leidensweg nur schwer vorstellen, den die Betroffenen durchmachen müssen. Manche wagen sich nicht mehr aus dem Haus und das hat Auswirkungen auf den Beruf, wie auf das familiäre und gesellschaftliche Leben. Eine Erleichterung ist es hingegen, wenn endlich eine Diagnose steht. Nun kann man verzichten – und die Symptome loswerden.

Verzicht ist nicht immer so einfach

Unter einer Fruchtzucker-Intoleranz zu leiden bedeutet tatsächlich, auf alles Obst zu verzichten. Darüber hinaus enthalten auch Fruchtsäfte große Mengen an Fruchtzucker, also müssen Betroffene auch darauf verzichten. Limonaden, sogar Cola, viele Backwaren und Süßigkeiten sind mit Fruchtzucker gesüßt – und das wissen viele Menschen gar nicht. Die Hersteller von Nahrungsmitteln müssen schon seit einigen Jahren die Inhaltsstoffe in ihren Produkten genau ausweisen.

Für einen Menschen mit einer Fruktose-Intoleranz bedeutet das, auf jeder Verpackung genau nachzulesen, bevor das Produkt im Einkaufswagen landet. Bei manchen Betroffenen stellt sich nach ein paar Monaten des Verzichts heraus, dass sie relativ kleine Mengen an Fruchtzucker wieder bedenkenlos zu sich nehmen können. Andere müssen lebenslang verzichten. Grundsätzlich kann der Körper Fruchtzucker übrigens leichter verdauen, wenn man ihn nicht auf nüchternen Magen verzehrt.

Es droht ein Vitaminmangel

Das große Problem ist jedoch, weiß man erst einmal, was man essen kann und von was man lieber die Finger lässt, nicht der Verzicht. Ein weitaus größeres Problem ergibt sich aus der Tatsache heraus, dass Menschen mit einer Fruktose-Intoleranz schon nach relativ kurzer Zeit des Verzichts ein Defizit an Vitaminen haben. Aus einem anfänglichen Vitaminmangel heraus können sich ernsthafte Mangelerscheinungen bilden. Manche zeigen sich nur durch irgendwelche Symptome, andere führen tatsächlich zu Erkrankungen. Es heißt also vorbeugen!

Nahrungsergänzungsmittel gibt es in jedem Supermarkt, in jeder Drogerie und in allen Apotheken. Allerdings sollten Menschen mit einer Fruktose-Intoleranz nun nicht wahllos auf irgendwelche Vitamine zugreifen, von denen sie wissen, dass diese nun einmal in dem Obst enthalten sind, auf das sie nun verzichten müssen.

Besser ist es, einen Vitaminkomplex zu wählen. Im Handel sind Präparate erhältlich, die mit einer einzigen, maximal zwei Tabletten pro Tag den Tagesbedarf an allen lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen abdecken. So werden alle Stoffe sicher und in ausreichender Menge zugeführt, statt nur vereinzelte auf Verdacht. Bei einzelnen Vitaminen besteht überdies die Gefahr, dass man sie sinnlos einnimmt, weil der Körper sie nicht speichern kann, sondern direkt verwendet.

Schreibe einen Kommentar